30.08.2026, 09:30–10:50 Uhr (Europe/Berlin), Raum 3
Abstract:
Ein Modul zu bauen ist eine Sache. Zwanzig zu bauen, mehrsprachig, wartbar und offen lizenziert, ist eine andere. In diesem Workshop schauen wir uns an, was sich ändert, wenn KI nicht einzelne Materialien liefern soll, sondern eine laufende Produktion tragen muss: feste Konventionen, ein Vorlagen-Repository, Mehrsprachigkeit als Nebenprodukt und ein Veröffentlichungsweg, der nicht jedes Mal neu erfunden wird. Hier Link zum Freitag Workshop und Vorbereitung
Vom Einzelmodul zur Produktionlinie
Dies ist der vertiefende Teil. Am Freitag um 16:40 lief Teil I, in dem wir von einem Lehrplan-Ausschnitt zu einem fertigen kleinen Lernmodul gekommen sind. Hier geht es um die Frage danach: Was passiert, wenn daraus eine Serie werden soll?
Ich zeige das an meiner eigenen Produktion. Seit Januar 2026 sind gut zwanzig Lernmodule entstanden, browserbasiert, teils in mehr als zehn Sprachen, alle im echten Unterricht erprobt. Was den Unterschied macht, sind nicht bessere Prompts, sondern vier Dinge:
- Ein Vorlagen-Repository, das die Struktur eines Moduls vorgibt, sodass die KI nicht jedes Mal neu erfindet, wie ein Modul auszusehen hat.
- Schriftlich fixierte Konventionen, an die sich das KI-Werkzeug hält (Aufgabenformate, Sprachdateien, Selbstkontrolle).
- Mehrsprachigkeit als Struktur statt als Übersetzungsaufgabe am Ende.
- Ein Lizenz- und Veröffentlichungsweg, der von Anfang an mitläuft.
Praktisch arbeiten wir mit einem agentischen Programmierwerkzeug (ich nutze Claude Code, es geht ebenso mit vergleichbaren Werkzeugen) und einem öffentlichen Vorlagen-Repository, das unter offener Lizenz bereitsteht und das du hinterher weiterverwenden kannst.
Wichtig für die Einordnung: Der Workshop funktioniert eigenständig. Wer Freitag nicht dabei war, bekommt zu Beginn einen kompakten Schnellstart, und vorab stelle ich ein kleines Online-Modul bereit, mit dem sich der Einstieg in Ruhe nachholen lässt. Der Link steht rechtzeitig in dieser Beschreibung.
Zum Schluss geht es um die unbequemen Teile: Qualitätssicherung bei Material, das schneller entsteht, als man es prüfen kann. Die ungeklärte Lizenzfrage bei KI-generierten Inhalten. Und die Frage, was dieser Weg für die Erschließung der beruflichen Bildung für OER tatsächlich leisten kann und was nicht.
Einsteigende, Fortgeschrittene, Profis
Aktivitätsgrad –viel Input
Ich bin Berufsschullehrer an der BS:WI Hamburg und baue mit KI mehrsprachige OER-Lernmodule – erprobt im echten Unterricht. Mir geht es darum, die Berufsbildung für OER zu erschließen.