Das große OERcamp 2026 – Berlin

🛠️  Open Education als Anti-Faschismus
30.08.2026, 11:10–12:30 Uhr (Europe/Berlin), Raum 2

Open Education als Antifaschismus klingt provokant und das soll es auch.

Nach einer kurzen Einführung in die politische Dimension von Open Education (als „Digital Public Good", als demokratische Infrastruktur, als Widerstandspraxis) arbeiten die Teilnehmenden in Kleingruppen an konkreten Szenarien: Was können OER-Akteure in Hochschulen, Schulen, Communities und Politik konkret tun? Welche Praktiken stärken demokratische Bildung, welche unterlaufen sie?

Ergebnisse werden im Plenum geteilt und zu ersten Handlungsoptionen verdichtet. Der Workshop richtet sich an alle, für die Open Education auch ein politisches Projekt ist.

Hintergrund

Digitale Bildungsinfrastrukturen sind zu einem nicht unerheblichen Teil von Tech-Konzernen kontrolliert, deren politische Agenda offen autoritär ist. Rechtspopulistische Bewegungen greifen Bildungsinhalte an und instrumentalisieren Plattformen für ihre Zwecke. Und Open Education? Beschäftigt sich mit Lizenzen und Metadaten. Dieser Workshop stellt die unbequeme Frage: Reicht das noch bzw. was wäre eine OER-Praxis, die dem Techno-Faschismus tatsächlich etwas entgegensetzt?


Zielgruppe nach Vorwissen

Fortgeschrittene

Aktivitätsgrad

viel Austausch

Markus Deimann ist Geschäftsführer von ORCA.nrw, dem Landesportal für Open Educational Resources in Nordrhein-Westfalen, und Privatdozent für Medienpädagogik an der FernUniversität in Hagen. Er forscht zur politischen Dimension von Bildungsdigitalisierung, zu Techno-Faschismus und Demokratie sowie zu den philosophischen Grundlagen von Open Education.