Das große OERcamp 2026 – Berlin

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KI als »echter« Mitarbeiter (I): Vom Lehrplan zum fertigen OER-Modul

Dirk Schulenburg

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Abstract

Du bringst einen Lehrplan-Ausschnitt mit, du gehst mit einem fertigen, interaktiven Lernmodul wieder raus. Dazwischen liegen 80 Minuten, in denen wir gemeinsam ausprobieren, wie sich KI wie eine Mitarbeiterin einsetzen lässt: nicht als Chat-Fenster für Textschnipsel, sondern als Produktionshilfe entlang eines festen Ablaufs. Alles läuft im Browser, es ist nichts zu installieren. Am Ende steht ein kleines Modul, das du offen lizenzieren und weitergeben kannst, wenn du magst.

Das erwartet dich

Die berufliche Bildung ist für OER in der Breite bis heute nicht erschlossen. Das ist nicht nur eine Behauptung aus der Praxis, das steht so in einer aktuellen Studie aus dem OERinfo-Umfeld. Ein Grund dafür ist banal: Material zu bauen, das gut genug für den eigenen Unterricht ist, kostet Zeit, die niemand hat. Und was nie entsteht, kann auch niemand teilen.

Genau da setzt dieser Workshop an. Ich bin Berufsschullehrer und habe seit Januar 2026 gut zwanzig browserbasierte, mehrsprachige Lernmodule gebaut, alle im echten Unterricht erprobt. Möglich war das nur, weil ich aufgehört habe, KI als besseres Nachschlagewerk zu benutzen, und angefangen habe, sie entlang eines wiederholbaren Ablaufs arbeiten zu lassen.

Diesen Ablauf machen wir hier gemeinsam einmal komplett durch:

  1. Wir starten an einem konkreten Lehrplan- oder Lernfeld-Ausschnitt. Bring gern deinen eigenen mit (ein Foto oder PDF genügt), sonst haben wir ein Set zur Auswahl dabei.
  2. Daraus entstehen Lernziele und ein passendes Aufgabenset.
  3. Daraus wird ein interaktives Mini-Modul mit Selbstkontrolle, das im Browser läuft.
  4. Zum Schluss ergänzen wir eine zweite Sprache und einen Lizenzhinweis.

Gearbeitet wird in Paaren, mit gedruckten Prompt-Rezeptkarten als Leitplanke. Ein Zugang pro Paar reicht. Ich nutze für die Demo claude.ai, weil das der niedrigschwelligste Weg ist; der Ablauf funktioniert genauso mit anderen KI-Werkzeugen, und wir sprechen darüber, worauf es dabei ankommt.

Ehrlich gesagt gehört zum Bild auch, was der Ablauf nicht leistet. Über Qualitätssicherung, typische Stolpersteine und die offene Lizenzfrage bei KI-generiertem Material reden wir im letzten Teil.

Wer nach diesem Einstieg tiefer einsteigen möchte: Am Sonntag um 9:30 läuft Teil II zur Frage, wie aus dem Einzelmodul eine Produktionslinie wird. Teil I ist dafür hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Ergebnisse sammeln wir auf einem gemeinsamen Board. Eine Veröffentlichung ist ausdrücklich möglich und schön, aber kein Muss: Der Workshop ist als Hands-on-Einblick und gemeinsames Ausprobieren gedacht, nicht als Produktionswerkstatt.